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Köpenicker Wald wird vom Müll befreit

Der „Tag der Befreiung“ am 8. Mai stand für 29 Schülerinnen und Schüler der Köpenicker Freien Montessorischule unter einem etwas anderem Motto – Befreiung ihres an die Schule grenzenden Waldes von Müll und Unrat. Begleitet wurde die engagierte Gruppe von 2 Elternpaaren und der Försterin Frau Knöfel aus der Revierförsterei Teufelssee. Sie konnte mit ihrem Pick Up bereits zur Mittagszeit eine ansehnliche Menge achtlos weggeworfener Flaschen, Verpackungen, Tüten etc. abtransportieren - Dank der behandschuhten Sammelfreude der Kinder. Das „Schmuckstück“ auf der Ladefläche war eine völlig marode rote Gartenbank, auf der sicherlich einer der Laubenpieper der angrenzenden Kleingartenanlage bis vor kurzem noch vom Unkrautjäten verschnauft hat… Wenn sich die Kinder nach jeder Runde mit den überquellenden Handwagen am Auto trafen, nutzten sie sogleich die Gelegenheit, die Revierförsterin mit Fragen zu löchern. So lernten sie eine Menge über die Aufgaben der Försterin, über den Wald als Lebensraum heimischer Tiere und über die Gefahren, die Gartenmüll, Plastiktüten und Co. für diese bergen. Das Fazit der Kinder: Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass sich Menschen und Tiere im Wald wohl fühlen. Auf die Frage, was sie selbst leisten könnten, antworteten sie: „Wir nehmen unser Süßigkeitenpapier wieder mit und sagen den anderen, dass sie das auch machen sollen.“ Hier haben sich Kleine ganz groß gefühlt. Bei der Vorstellung, wie unsere 7-bis 9-Jährigen vielleicht schon etwas betagtere Erwachsene darauf hinweisen, wie saumäßig sie gerade ihren Picknickplatz verlassen haben, kamen wir breit schmunzelnd nicht umhin, sie zu ermuntern, genau das zu tun. Mag sich auch der ein oder andere von einem „Drei-Käse-Hoch“ nicht belehren lassen wollen, so könnte er von ihnen doch noch lernen. Und mal ehrlich, wer ärgert sich bei einer Radtour durch den Wald nicht, wenn er den Heimweg schiebend meistern muss, weil irgendwer es geschafft hat, seine Trinkflasche sogar auf weichem Waldboden zu zerdeppern? Uns hat es viel Freude mit den Kindern gemacht. Sie haben voller Stolz erkannt, dass sie ihr Lebensumfeld durch Achtsamkeit und Respekt aktiv mitgestalten können und dass wir, statt alles nahezu ohnmächtig hinzunehmen, gemeinsam etwas verändern können. Text: Isabelle Plessow Fotos: Thomas Plessow

 


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